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Experimentelle Kunst in Kalbe

27.04.2016

sufin ausstellung

Die Ausstellungsbesucher ließen Sufins Arbeiten auf sich wirken. Eingehend betrachteten unter anderem Angela Ufer (von rechts), Jutta Kodrzyski und Cathleen Hoffmann die Grafiken der Reihe „Von Lopuschno nach Seegrehna“.

Foto: Andreas Puls

 

 

 

 

 Etwas düster wirken sie schon - einige der Werke von Dominic Sufin, die in der Galerie der 100 Brücken in Kalbe bis Juni zu sehen sind.

Von Andreas Puls

 Kalbe l Eigentlich erwartete der Kalbenser Künstlerstadtverein zur Vernissage in der Galerie der 100 Brücken eine junge Künstlerin, die für die musikalische Umrahmung sorgen wollte. Aber sie reiste nicht an. Auf Musik mochte die Vereinsvorsitzende, Corinna Köbele, trotzdem nicht verzichten und schlug vor, gemeinsam etwas zu singen. Angela Ufer stimmte „Komm lieber Mai...“ an und die meisten Besucher sangen oder summten gut gelaunt mit.

Künstler in Hamburg ausgezeichnet

Wie die Gäste in der Laudatio erfuhren, hatte sich Dominic Sufin schon vor einem Jahr für eine Ausstellung in der Künstlerstadt beworben. „Jetzt haben wir kurzfristig jemanden gesucht und Dominic hat ganz spontan und unkompliziert zugesagt“, berichtete Köbele. Und sie hob hervor, dass der junge Künstler erst vor wenigen Tagen in Hamburg eine beachtliche Auszeichnung überreicht bekam. Er erhielt einen Preis für die deutschlandweit beste Abschlussarbeit 2015 im Bereich Grafik/Design und Freie Kunst. Im vergangenen Jahr hatte Sufin sein Studium im Fachbereich Gestaltung an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim abgeschlossen. Der 33-Jährige ist ein ausgesprochen experimenteller Künstler. Er kombiniert verschiedene Techniken wie Siebdruck, Malerei und Fotografie und entdeckt dabei immer wieder neue Perspektiven und Gestaltungswege. Darüber staunten am Dienstagabend auch die Ausstellungsbesucher. So zogen beispielsweise die Grafiken der Reihe „Von Lopuschno nach Seegrehna“ die Blicke der Besucher auf sich, die aus einer Kombination der Techniken Radierung, Siebdruck, Fotografie und Digitaldruck bestehen. In den sechs gleich großen Arbeiten bilden vor allem die mit verarbeiteten alten Fotografien einen Hingucker. Für diese Reihe, erklärt Sufin, habe er ausschließlich Fotos aus dem Nachlass seiner Großeltern verwendet. Und das hat seinen Grund. Seit seiner Kindheit habe er seine Großeltern regelmäßig, meistens zu Weihnachten, in Bad Schmiedeberg besucht. Aber mittlerweile seien beide leider verstorben. Danach habe er mehrere Tage allein im Haus seiner Großeltern verbracht.

Erinnerung an Großeltern verarbeitet

„Dort habe ich alte Erinnerungen aus Erzählungen meiner Großeltern, aber auch aus Erlebnissen mit ihnen, Revue passieren lassen und mit der Schreibmaschine aufgeschrieben. Diese Erinnerungen, aber auch die Fotos, bildeten die Grundlage für die sechsteilige Bilderreihe“, sagt Sufin. Wie der Bremer weiter ausführt, stammte sein Großvater aus dem schlesischen Lopuschno, das heute in Polen liegt. Kennengelernt hatten sich seine Oma und sein Opa nach der Flucht des Großvaters in Seegrehna. So erklärt sich auch der Name der Bilderreihe. „Für mich ist die Kunst eine sehr wichtige Form der Verarbeitung von Lebensereignissen aller Art, aber auch der Aufarbeitung von Erinnerungen“, so Dominic Sufin. Und er fügt hinzu: „Was mich beschäftigt, wird zum Motiv.“ Zu sehen ist die Ausstellung in der Galerie der 100 Brücken in der Gerichtstraße 3 in Kalbe noch bis zum 3. Juni.

©http://www.volksstimme.de/lokal/gardelegen/20160427/vernissage-experimentelle-kunst-in-kalbe

 

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Dominic Sufin, der gerade in Hamburg mit einem Preis ausgezeichnet wurde, freut sich, in der Künstlerstadt Kalbe ausstellen zu dürfen.

Foto: Andreas Puls

 

 

Weiterer Pressebericht über Dominik Sufin

http://www.hildesheimer-allgemeine.de/news/article/dominic-sufin-und-der-weg-zur-kunst.html