logo1 1
 

 

Die Künstlerstadt Kalbe begegnet mittels Kunst und Kultur den Folgen des demografischen Wandels. Wir bringen "Fülle in die Hülle", schaffen Bleibeperspektiven verbessern die Lebensqualität der hier Lebenden und ermöglichen Zuzug.
 

 

 

Blaue Stunde: Wo die Lieblingsfarbe der Künstlerin dominiert


In der Kalbenser »Galerie der 100 Brücken" ist eine Ausstellung mit abstrakten Malereien von Johanna Nikulski-Dirks eröffnet worden

Kalbe (mbc/cn) Es war ein nachträgliches Geschenk zu ihrem 47. Geburtstag, welches sich die Malerin Johanna Nikulski-Dirks am Sonntagnachmittag selbst machen konnte. Gemeinsam mit Künstlerstadt-Initiatorin Corinna Köbele eröffnete die Greifswalderin, die am Vortag ihr Wiegenfest gefeiert hatte, nämlich in der „Galerie der 100 Brücken" in der Kalbenser Altstadt eine neue Ausstellung, in der eine Auswahl ihrer abstrakten Malereien zu sehen ist. Und in diesen Malereien dominiert das Blau, die erklärte Lieblingsfarbe der Künstlerin. Diese ist eigentlich gelernte Zahntechnikerin, hat sich jedoch mit der Jahrtausendwende verstärkt ihrer eigentlichen Passion zugewendet, der Kunst. So begann sie 2001 mit der Veröffentlichung von selbstverfasster Lyrik und studierte später Bildende Kunst an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Das Studium schloss sie 2012 mit einer Bachelorarbeit ab, ließ jedoch 2014 auch noch den Master folgen. Johanna Nikulski-Dirks, die sich auch der Fotografie widmet, gehört dem Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern an und ist Mutter von drei Kindern. Diese mussten jedoch am Muttertag ein paar Stunden auf sie verzichten. Denn natürlich lag es der Künstlerin sehr am Herzen, persönlich bei der Vernissage dabei zu sein. Schließlich hatte sie sich im Vorfeld beim Künstlerstadt-Verein darum beworben, in Kalbe aus stellen zu dürfen. »Und als ich ihre Arbeiten gesehen habe", so die Vorsitzende Corinna Köbele, „da habe ich gesagt: Sofort!" Die Bilder von Johanna Nikulski-Dirks sind nun bis zum 11. Juni zu sehen. Feste Öffnungszeiten gibt es in der „Galerie der 100 Brücken" allerdings nicht. Wer sie besuchen möchte, sollte sich mit Nachbarin Annegret Nowack in Verbindung setzen. Sie, deren Kontaktdaten im Schaufenster der Galerie ausgehängt sind, schließt dann auf. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, doch wird am Ausgang um eine Spende für das Künstlerstadt-Projekt gebeten. In seinem Rahmen soll es in diesem Jahr auch wieder einen Sommercampus mit internationaler Künstler-Beteiligung geben.

Johanna Nikulski Fotor

Blumen gab es lohanna Nikulski-Dirks (Mitte rechts) nicht nur zur Ausstellungseröffnung, sondern auch zum 47. Geburtstag, den die Künstlerin am Vortag gefeiert hatte. Foto: Maik Bock

 

©Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 12.5.2015, S.18