logo1 1
 

 

Die Künstlerstadt Kalbe begegnet mittels Kunst und Kultur den Folgen des demografischen Wandels. Wir bringen "Fülle in die Hülle", schaffen Bleibeperspektiven verbessern die Lebensqualität der hier Lebenden und ermöglichen Zuzug.
 

 

 

15.2.2017

Vienau wird für einen Monat zum Künstlerdorf

Ingeborg von Kalben und Familie Büst stellen Quartiere und Arbeitsräume für Wintercampus-Stipendiaten bereit

Kalbe/Vienau (cn) • Sie wird in diesem Herbst 90 Jahre alt. Dennoch freut sich Ingeborg von Kalben auf den Trubel und das kreative Treiben, die schon bald in ihr Vienauer Gutshaus einziehen werden. Dort nämlich geben sich ab 27. Februar die Wintercampus-Stipendiaten der Kalbenser Künstlerstadt die Klinke in die Hand. Von Kalben ist allerdings nicht die Einzige, die dafür sorgt, dass in Vienau in den kommenden Wochen gemalt, gewerkelt und musiziert werden kann. Denn auch Claudia und Volker Büst stellen ihr Grundstück wieder für die Kreativen zur Verfügung, die längst nicht nur aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands anreisen. Wie am Montagabend am Stammtisch des Kalbenser Künstlerstadt-Vereins in den „Ratsstuben" informiert wurde, kämen die diesjährigen Wintercampus-Teilnehmer auch aus China, Italien, Belgien und der Türkei. Insgesamt werden bis zum 26. März elf junge Frauen und Männer - die Zahl hat sich noch einmal erhöht - erwartet. Und sie widmen sich den unterschiedlichsten Kunstformen, wie Corinna Köbele, die Vorsitzende des Künstlerstadt-Vereins, informierte. So werde es verschiedene Formen der Bildhauerei geben. Eine Künstlerin beschäftige sich mit einem Theaterprojekt, eine andere wiederum spiele neue Musik auf dem Saxophon. Aber auch Fotografie, florale Kunst, Malerei und sogar Kostüm- und Bühnenbildgestaltung werde es diesmal geben. „Es sind wirklich viele spannende Sachen dabei", freute sich Köbele am Montagabend. Und damit auch die Bevölkerung einen Einblick erhält, was genau da in Vienau passiert, gibt es jeden Sonnabend

stammtisch 13 2 17

Die Vienauerinnen Ingeborg von Kalben (hinten Mitte) und Claudia Büst (links daneben) steilen auch für den diesjährigen Wintercampus wieder ihre Privathäuser zur Verfügung. Beide erhielten am Montagabend am Künstlerstadt-Stammtisch in Kalbe die nötigen Informationen dazu. Foto: Conny Kaiser

einen Atelierrundgang. Er startet immer 15 Uhr am Gutshaus. Und im Anschluss gibt es für die Besucher dann auch Kaffee und Kuchen. Dass sich in diesem Jahr alles auf Vienau konzentriert, liegt daran, dass dort von den genannten Personen die Räumlichkeiten zwanglos bereitgestellt werden. Das Bürgermeisterbüro in Brunau, das noch 2016 zum Wintercampus genutzt worden war, steht nicht mehr zur Verfügung. Für das Badeler Dorfgemeinschaftshaus, in dem beim letzten Wintercampus eine Tanzcompany geprobt hatte, wären zu hohe Nebenkosten fällig geworden. „Wir hoffen", so Corinna Köbele mit Blick auf den geplanten Kulturhof, „dass wir auch in Kalbe bald wieder Wohn- und Arbeitsräume anbieten können." Mehr zum Stammtisch in einer nächsten Ausgabe.

 

 

 

© © Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 15.2.2017, S. 20