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Presse­berichte


 

19.10.2021

Holzskulpturen am Friedenseckteich

Präsentation zum Abschluss des Bildhauer-Symposiums / Galerie „Die 8" öffnet Türen

Kalbe (dc) • Sonntagnachmittag in Kalbe: Rund um den Friedenseckteich ist viel Betrieb. Viel mehr Leute sind dort auf den Beinen, als es an anderen Sonntagen sonst üblich ist. Beim Spaziergang um den Teich bleiben sie immer wieder stehen, sehen sich die Skulpturen, die in den zurückliegenden zwei Wochen acht Künstler aus Deutschland und Polen während eines Bildhauer-Symposiums vor Ort aus dem Holz gesägt haben, an. Am geführten Spaziergang beteiligt sich auch ein Großteil der Künstler. Sie schildern den Schaffensprozess ihrer Werke. Der Rundgang beginnt an der Gartenstraße direkt vor dem Friedenseckteich mit dem „Freundeskreis Kalbe", wie Georg Janthur sein Werk nennt. Entstanden sind Holzpfähle, die oben jeweils in eine Figur münden. Abgebildet sind dort reale Personen, die der Künstler während seines Aufenthalts in Kalbe getroffen hat, mit denen er ins Gespräch gekommen ist und die er anschließend skizziert hat. Bearbeitet wurde das Holz mit Kettensäge, Feuer und Farbe. Beim Spaziergang wird sich dort der eine oder andere also wiederfinden können. Hella Meyer-Alber hat ihr abstraktes Werk aus Eichenholz gefertigt. Es bleibt offen, was genau da zu sehen ist. So kann jeder seine eigene Interpretation finden. Silvio Ukat hat einen überdimensionalen Raben auf einem Sockel geschaffen. Aufgestellt beziehungsweise aufgehängt wurden die acht Skulpturen bereits am Sonnabend. Unterstützung gab es dabei von Kalbensern, der Feuerwehr und von regionalen Firmen. „Es war teilweise richtig schwierig, die Skulpturen auszurichten. Einige von ihnen sind bis zu 500 Kilogramm schwer", schilderte Stefan Daries, der gemeinsam mit Manfred Jäger und einem Radlader das Aufstellen übernahm.
Künstlerstadt-Verein hat eigene Ausstellung
„Die acht Kunstwerke werden nun für mindestens sechs Wochen am Friedenseckteich aufgestellt bleiben", sagt Brit Cordes, Projektkoordinatorin beim Künstlerstadt-Verein. Mit der Stadt gebe es einen

 

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Hella Meyer-Alber (2. von links) im Gespräch mit Kunstinteressierten. Sie gab Erläuterungen zu ihrer Skulptur, die mit denen anderer Sym¬posium-Teilnehmer derzeit am Friedenseckteich steht. Foto: D. Schulze

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In der Galerie „Die 8" durften die Besucher selbst kreativ tätig werden. Foto: Künstlerstadt

Vertrag, der besage, dass die Werke bis April 2022 in der Stadt ausgestellt werden könnten. „Wir würden uns aber auch freuen, wenn Werke von hier in die Altmark hinausziehen", so Cordes. So könnten Skulpturen erworben, aber auch geliehen werden. Der Künstlerstadt-Verein richtet eine Artothek, eine Ausleihstation für Kunstwerke, ein. Somit könnten die Werke vom Friedenseckteich künftig als Leihgabe auch andernorts stehen. Ehe am Sonntag der Rundgang durch den Skulpturenpark startet, eröffnet in der Galerie „Die 8" die Ausstellung über den Künstlerstadt-Verein. Diese steht bis 30. November. Es werden Werke von Künstlern gezeigt, die in den zurückliegenden Jahren bei Aktionen des Vereins aktiv waren. Die Besucher sind aber auch selbst kreativ tätig. „Das Angebot ist super angekommen." Rund 50 Leute schauen vorbei. „Mehr hätten gar nicht reingepasst", schildert Kulturwissenschaftlerin Marion Dunkert. Ab Dezember folgen wechselnde Ausstellungen. Begleitend dazu wird es Sonderpräsentationen zum Jahresprogramm des Vereins geben. So können während des Sommer-und Wintercampus' die Teilnehmer Geschaffenes zeigen. Lesungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen sollen die Galerie mit Leben füllen.

 

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger,19.10.2021, S. 17