24.7.2019

Stipendiaten aus der ganzen Welt

7. Sommercampus lockt Künstler nach Kalbe / Erster Atelierrundgang am Sonnabend, 27. Juli

 

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Claus Peter Boßmann, Leiter für Kultur in der Staatskanzlei und im Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und Corinna Köbele, Vorsitzende des Künstlerstadt-Vereins, freuten sich, die ersten Stipendiaten begrüßen zu können. Hier auf dem Bild: Johanna Sarah Schlenk (3. von links), Maja Wojciechowski sowie Eser Aktay.     Foto: Schmidt

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zur Eröff­nung des mittlerweile 7. Sommercampus in Kal­be. In den kommenden Wochen werden Künstler aus verschiedenen Län­dern ihre Kunst in Kalbe präsentieren.

 

 

Von  Malte Schmidt


Kalbe (mas) • Mit einer kleinen Tanzeinlage bewegte sich Corinna Köbele, Vorsitzende des Künstlerstadt-Vereins in Kalbe, am Montagabend in Richtung eines Mikrofons. „Wir haben uns für die Eröffnung des 7. Sommercampus dieses Mal für etwas Dynamisches entschieden. Denn auch der Künstlerstadt-Verein in Kalbe ist dynamisch", erklärte Köbele den rund 40 Gästen auf dem Areal der ehemaligen Trabi-Bude in Kalbe. Gespannt hörten die zu, was Köbele unter anderem über die ersten Stipendiaten mitzuteilen hatte, die auch an der Eröffnung teilnahmen.

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Ohne die Hilfe der Mitglieder des Künstlerstadt-Vereins, wäre vieles nicht umsetzbar. Dafür dankte ihnen Ortsbürgermeistert Heiko Gabriel während seiner Ansprache.

Im Anschluss bat sie Claus Peter Boßmann, Abteilungsleiter für Kultur in der Staatskanzlei und im Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, an das Mikrofon. „Leider ist Ministerpräsident Reiner Haseloff heute terminlich verhindert", erklärte Boßmann, der ihn an dem Abend vertrat. Jedoch fand der Kulturkenner sofort lobende Worte für den Verein: „Ich muss sagen, dass sie stolz darauf sein können, was sie in den zurückliegenden Jahren hier in Kalbe geschaffen haben. Davor ziehe ich meinen Hut", sagte Boßmann, der am Montag vor der Eröffnung des Sommercampus sogar noch Zeit hatte, um einen Spaziergang durch Kalbe zu machen. Unterwegs waren in Kalbe auch bereits die ersten Stipendiaten, die für zwei Wochen zu Gast sein werden. So unter anderem Johanna Sarah Schlenk. „Sie möchte Audiosamples von ausgewählten Orten in Kalbe aufnehmen und mit verschiedenen Effekten, bezugnehmend auf die Stimmung des Ortes, unterlegen", beschreibt Brit Cordes, Koordinations- stipendiatin des Künstlerstadt-Vereins. In einem zweiten Schritt werde sie die Soundschnipsel in Bewegungsabfolgen übersetzen, sodass ein Audiowalk durch die Künstlerstadt entsteht, der von Anwohnern und Besuchern genutzt und erkundet werden kann. Weiterhin sind auch Beliban zu Stolberg, Ronya Othman sowie Eser Aktay in Kalbe zu Gast. „Das Autorentrio schreibt derzeit an einem literarischen Sachbuch, das sich mit der diversen deutsch-türkischen Herkunft der jungen Autoren befasst. Im Rahmen der Grenzgänger-Rechercheförderung waren sie bereits vergangenes Jahr in der Türkei, um sich auf Spurensuche zu begeben", so Brit Cordes. Maja Wojciechowski befasst sich hingegen mit dem Filmen und wird ihre Werke während der Atelierrundgänge präsentieren. Der erste findet am Sonnabend, 27. Juli, statt. Beginnen wird der Rundgang um 14 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Trabi-Bude in Kalbe.

 

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 24.7.2019, S. 18