Kalbe (cn) ● Ministerpräsident Reiner Haseloff ist ein Fan des Kalbenser Künstlerstadt-Projektes. Das hat er schon häufiger durch Besuche deutlich werden lassen. Und ein solcher steht auch im Jahr 2019 wieder an. Denn Haseloff übernimmt nicht nur die Schirmherrschaft für den mittlerweile siebenten Sommercampus, der dort zwischen dem 22. Juli und dem 8. September stattfinden wird, sondern er eröffnet ihn auch persönlich. Das hat der Künstlerstadt-Verein am Wochenende mitgeteilt. Dem war ein entsprechendes Schreiben aus der Magdeburger Staatskanzlei vorausgegangen, in dem der Ministerpräsident die Bedeutung der Veranstaltungsreihe hervorgehoben hatte. Er hält sie für ein „künstlerisch und gesellschaftlich wichtiges Projekt". Der Sommercampus 2019 soll laut Künstlerstadt-Verein ein ganz besonderer werden. Denn er steht dann im Zeichen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums. Damals sollte in einer interdisziplinären Werkgemeinschaft ein Bau der Zukunft, und damit quasi die Zukunft selbst, erdacht und letztlich auch erschaffen werden. Der Kalbenser Verein sieht diese Idee als einen Ansporn für seine eigene Arbeit. Partnerregionen sollen eingeladen werden Aus diesem Grund sollen gezielt die Partnerregionen Sachsen-Anhalts zum Campus eingeladen werden, um zeigen zu können, welche kreativen Impulse vom hiesigen Bundesland ausgehen. Zu den Partnerregionen gehören die Wojewodschaft Masowenien in Polen und die Region Centre-Val de Loire in Frankreich. Zudem gibt es Verbindungen zur Autonomen Gemeinschaft Valencia in Spanien und zu den Ländern Armenien, Israel, USA, Estland, Lettland und Litauen. Armenische Künstler waren übrigens schon häufiger bei Campus- Veranstaltungen in Kalbe zu Gast. Letztere dienen stets vor allem dazu, jungen kreativen Künstlern für einen mehrwöchigen Zeitraum Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten außerhalb von Hochschulen zu geben - und damit die hiesige Region zu beleben.

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger,31.12.2018, S.11