28.7.2017

"Wir möchten die Kinder an die Kunst heranführen"

Hort-Schützlinge und Künstlerstadt-Stipendiaten statteten sich in dieser Woche gegenseitige Besuche ab

 

Kalbe (cn) • Zwischen dem Team des Kalbenser Hortes „Abenteuerland" und dem örtlichen Künstlerstadt-Verein gibt es eine gute Zusammenarbeit, die sich in dieser Woche auch bei gegenseitigen Besuchen zeigte. Gerade hat nämlich der fünfte Sommercampus begonnen, der von jungen Künstlern genutzt wird, um für einige Wochen in Kalbe zu leben und zu arbeiten. Die ersten Stipendiaten sind bereits in der Stadt. Und zu ihnen gehören auch die aus dem Iran stammende Kunstlehrerin Farah Nourinejadfard und der Bayer Lukas Liese, der zurzeit in Berlin Bildhauerei studiert. Die beiden kamen am Mittwoch in den Hort, in dem aktuell die Ferienspiele stattfinden, um mit den dort betreuten Mädchen und Jungen zu arbeiten. „Wir möchten die Kinder an die Kunst heranführen", sagte Farah Nourinejadfard, die unter anderem verschiedene Maltechiken zeigte und über den „Rhythmus der Farben" sprach, wenn diese ineinander übergehen. Lukas Liese - es handelt sich hier nicht um einen Künstlernamen - baute indes mit interessierten Jungs eine Holzfigur. Schließlich verfügt der Hort ja auch über einen kleinen Werkstattbereich samt Werkbank. Am Ende kam ein Pokemon heraus. Die Kinder hatten zuvor entschieden, das sie etwas zusammen herstellen wollen und nicht jeder für sich allein an etwas herumbohrt und schraubt. Bereits am Vortag waren die Mädchen und Jungen zu Besuch in der alten Trabi-Werkstatt gewesen, auf deren Areal einige junge Künstler untergebracht sind. Dort hatte ihnen Koordinationsstipendiat Maximilian Rünker auch ein Kunstwerk gezeigt, das bereits im vergangenen Jahr entstanden war. Elvira Chevalier hatte damals einen Baumstamm kunstvoll mit Neonkordeln umwickelt. Unter Schwarzlicht sieht dieser nach wie vor beeindruckend aus.

 

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Koordinationsstipendiat Maximilian Rünker zeigte den Hortkindern ein Kunstwerk auf dem Hof der alten Trabi-Werkstatt.

 

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Farah Nourinejadfard, die von Beruf Kunstlehrerin ist, gab nicht nur Hortkind Julian Eikenberg ein paar Maltipps.
Fotos: Conny Kaiser

 

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Riccardo Ziehm (von links) ließ sich von Lukas Liese in die Kunst der Holzverarbeitung einführen. Auch Johan Krüger sah gern zu.

 

 

© Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger, 28.7.2017, S. 18