2013

 

 

Premiere für den Sommercampus: Am Sonnabend wurden erste Studentenarbeiten öffentlich vorgestellt

Köbele: "Man wird als Künstler wahrgenommen"

29.07.2013 02:18 Uhr

 
Artikel
Von Donald Lyko

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Karola Pfandt arbeitet im ehemaligen Gerichtsgebäude. Bevor sie in dieser Woche so richtig loslegt, hat sie an den Wänden einiges ausprobiert. | Foto: Donald Lyko

Die ersten Teilnehmer des Künstlerstadt-Projektes Sommercampus haben am Sonnabend ihre Arbeiten vorgestellt. Das Interesse war sehr groß.
Kalbe l Viele Kalbenser hatten die flatternde Wäsche an der Gerichtstraße in den vergangenen Tagen schon gesehen - und damit eine der Arbeiten der 22-jährigen Anna-Marie Knüppel. In erster Linie hat die Fotografie-Studentin aus Essen aber in einem leerstehenden Haus an der Thälmannstraße gearbeitet. Dorthin gingen die gut 30 Teilnehmer der ersten öffentlichen Sommercampus-Veranstaltung. In einem Schuppen hatte die Künstlerin in Anlehnung an Joseph Beuys aus Schlitten eine Installation gestaltet. Im ehemaligen Wohnhaus ging sie unter anderem auf das Thema Serie ein. In einer Liste hat sie notiert, welche Möglichkeiten Kalbe für fotografische Serien bietet. Mit Blättern und Blüten hat sie dann auf dem Boden eines Raumes Serien gelegt.

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Der Rundgang am Sonnabend begann mit der Besichtigung einer Stipendiatenwohnung an der Gerichtsstraße. | Foto: Donald Lyko

Die zweite Künstlerin, die am Sonnabend ihre Arbeit vorstellte, war Karola Pfandt. Die 23-Jährige hat bisher in Mannheim Bildhauerei und Malerei studiert, wechselt zum neuen Studienjahr nach Karlsruhe, um sich dort der Malerei zu widmen. Den Sommercampus in Kalbe nutzt sie für beides. Steinmetz Jens Eichenberg stellt ihr Platz und Werkzeug zur Verfügung, damit sie bildhauerisch arbeiten kann. Im ehemaligen Gericht malt sie. Dass es dort nicht sehr aufgeräumt ist und noch vieles herumliegt, stört die junge Frau nicht. Ganz im Gegenteil. "Man findet immer etwas, das man verwenden kann", sagte Karola Pfandt beim Rundgang. Schrankteile hat sie ebenso gefunden wie Glasscherben.

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Künstlerstadt-Initiatorin Corinna Köbele erklärte das Künstlerstadt-Logo und die unterschiedliche Bedeutung der Farbanordnung. | Foto: Donald Lyko

Noch ist sie am Anfang mit ihren Arbeiten. Darum konnte sie am Sonnabend noch nichts Fertiges präsentieren. Vielleicht aber beim nächsten Rundgang. Denn Künstlerstadt-Initiatorin Corinna Köbele kündigte an, dass es während der Stipendiatenaufenthalte regelmäßige öffentliche Veranstaltungen geben soll, vielleicht immer freitags oder sonnabends. Bei der Premiere am Sonnabend konnten die Teilnehmer auch noch eine Stipendiatenwohnung anschauen, die dieser Tage bezogen wird. Gestern zum Beispiel sind zwei Musiker angereist.

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Fotografie-Studentin Anna-Marie Knüppel (Mitte) beantwortete die Fragen zu ihren Arbeiten in einem Gebäude an der Thälmannstraße. | Foto: Donald Lyko
Leerstehende Wohnungen und leerstehende Räume werden jetzt genutzt - und damit wird eines der Anliegen des Projektes Künstlerstadt umgesetzt. "Wir wollen den Leerstand beseitigen und Leben in die Hülle bringen", sagte Corinna Köbele. Davon profitiert Kalbe. Auch die jungen Sommercampus-Künstler profitieren, "denn sie haben die Möglichkeit, ihre eigene Kunst zu zeigen. Man wird als Künstler wahrgenommen, was in großen Städten oft nicht der Fall ist", sagte die Gastgeberin.
Für die Künstlerstadt gibt es sogar ein Logo in verschiedenen Ausführungen. Das mit dem roten Kreis außen hängt an Wohnungen und Arbeitsräumen der Stipendiaten. Das mit dem blauen Kreis außen haben die Paten der Aktion bekommen, und das mit dem gelben Kreis außen bekommen die Unterstützer, die sagen wollen: Ich bin ein Fan!

 
© Volksstimme 2015    http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/gardelegen/1116012_Koebele-Man-wird-als-Kuenstler-wahrgenommen.html

 

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